Offener Haushalt News

 

400 Gemeinden und 50 Prozent der Bevölkerung

Mit der Gemeinde Schenkenfelden in Oberösterreich hat die 400. Gemeinde ihre Finanzdaten freigeschaltet. Damit lebt die Hälfte der Bevölkerung in Österreich in einer Gemeinde mit transparenten Finanzdaten.

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Neue Funktion: Kommentare der Gemeinde

Die AdministratorInnen der Gemeinden haben die Möglichkeit, Kommentare zu den Finanzdaten auf dem Portal zu hinterlegen, die dann bei den Visualisierungen angezeigt werden. So können die Haushaltsdaen noch besser erklärt werden.

Die Gemeinden können Kommentare zu einer Gruppe, einem Abschnitt oder einem Unterabschnitt für ein oder mehrere Jahre und für die Einnahmen oder Ausgaben angeben.

Die Kommentare werden in den entsprechenden Visualisierungen (Hauptansicht, Detailansicht) mit einem Kommentar-Icon markiert. Wenn man mit der Maus über das Icon fährt, kann man den Kommentar lesen. Im Bild links ist ein Kommentar-Icon bei "Dienstleistungen" zu sehen und darunter der dazugehörige Kommentar.

Das Beispiel stammt aus dem Rechnungsabschluss 2013 der Gemeinde Hochneukirchen-Gschaidt >>

Wir bedanken uns beim Österreichischen Städtebund, der die Umsetzung dieser Funktion finanziell unterstützt hat.

Wien erklärt die Finanzen

Die Stadt Wien hat ihr Budget auf der Website freigeschalten. Damit ist das mit Abstand größte Gemeindebudget Österreichs für alle Interessierten einsehbar. „Ich freue mich als verantwortliche Finanzstadträtin über das Angebot des KDZ. Wir setzen damit einen weiteren Schritt für mehr Transparenz und Information über die Finanzen der Stadt Wien“, so Finanzstadträtin Mag.a Renate Brauner.

Auch der Finanzsprecher der Grünen Wien, Gemeinderat DI Martin Margulies, begrüßt die Veröffentlichung auf www.offenerhaushalt.at, womit ein weiterer Punkt des rot-grünen Arbeitsübereinkommens abgehakt ist: „Für alle Menschen, die in Wien leben, wird es damit einfacher zu erkennen, wo Wien in budgetärer Hinsicht seine Schwerpunkte setzt und wofür die Stadt ihr Geld ausgibt."

 

Gemeinde-Finanzenprognose 2017

Die österreichischen Gemeinden waren von der Finanz- und Wirtschaftskrise 2009/2010 stark betroffen. Der Überschuss der laufenden Gebarung hat sich 2013 wieder an die Werte von 2007 herangetastet. Dies ist jedoch in realen Werten um 15 Prozent unter dem Vor-Krisen-Niveau. Bis 2017 wird damit der Überschuss voraussichtlich auf 1.496 Mio. Euro zurückgehen. Damit wird der Spielraum für kommunale Investitionen und Schuldentilgungen um 25 Prozent unter dem Wert von 2007 liegen.

Der Österreichische Städtebund und das KDZ – Zentrum für Verwaltungsforschung legen heute in einem Hintergrundgespräch die aktuelle Finanzprognose für Städte und Gemeinden bis 2017 vor. Der Überschuss der laufenden Gebarung ist von 1.586 Mio. Euro im Vorkrisen-Jahr (2007) auf 870 Mio. Euro im Jahr 2009 gesunken. Bis 2013 stieg er absolut auf 1.549 Mio. Euro, in realen Werten liegt er jedoch 15 Prozent unter dem Wert von 2007. Die Ursachen liegen in den stärker steigenden Ausgaben – vor allem für Krankenanstalten- und Sozialhilfeumlagen sowie Kinderbetreuung - mit denen die Einnahmen nicht Schritt halten können.

Details siehe KDZ >>

Bereits 200 Gemeinden online

Ende Februar haben nun bereits 200 Gemeinden ihre Finanzdaten freigeschaltet. Die 200. ist die Gemeinde Pöggstall in Niederösterreich.

Bezogen auf die Anzahl der Einwohnerinnen und Einwohner im jeweiligen Bundesland ergibt sich ein etwas anderes Bild:

Diskutieren Sie mit: Offener Haushalt am Open Data Stammtisch

Die Open Knowledge Foundation Austria lädt zu einem Stammtisch in Wien ein: am 14. März um 19:00 werden aktuelle Themen diskutiert. Beim Stammtisch wird das Portal vorgestellt sowie weitere Entwicklungsmölichkeiten und Verwendungsmöglichkeiten der veröffentlichten Daten diskutiert.

Idee zu Offenerhaushalt.at im Seminfinale eines Wettbewerbs

Der erste Schritt ist geschafft: aus 179 Einreichungen zum mit 10.000 USD dotieren Wettbewerb “Close the Loop: Feedback for Results”, hat es die Idee "My City Budget" ins Seminfinale geschafft.

Die Idee ist, dass Bürgerinnen und Bürger eine eigene Version des Gemeindehaushalts erstellen können und diese "einloggen". Eingeloggte Versionen können z. B. über soziale Medien weiterverbreitet und diskutiert werden. Die Gemeinden können sich die Vorschläge ansehen und Feedback dazu geben.

Derzeit ist dies nur eine Idee, es gibt weder eine Finanzierung noch einen Zeitplan für die Umsetzung. Der Gewinn eines Preises würde die Umsetzungswahrscheinlichkeit aber sicher erhöhen :-)