Offener Haushalt News

 

Zwei Jahre Offenerhaushalt.at

Image courtesy of Stuart Miles at FreeDigitalPhotos.net

Vor genau zwei Jahren ist www.offenerhaushalt.at offiziell online gegangen! Seither haben über 830 Gemeinden ihre Finanzdaten sowie die entsprechenden Visualisierungen öffentlich zugänglich gemacht. Der Erfolg der Plattform spricht für sich!

 

Zugriffe im Zeitverlauf

Wir registrieren über 5.000 Sitzungen pro Monat auf der Website. Highlights waren die Medienberichte zum Start der Plattform vor zwei Jahren, bei denen fast 12.000 Sitzungen gezählt wurden, sowie die Freischaltung der Stadt Wien im April 2014. 

Die Umsetzung des KDZ Quicktest hat im Oktober 2014 zu einem Anstieg geführt, auch sind die beiden Preise eAward und Multimedia Staatspreis Anfang 2015 in den Statistiken zu sehen. 

Weiteres Aufsehen hat die Stadt Salzburg erzielt, für die wir im Juli 2015 als erste Stadt Österreichs die Transfers, Förderungen und Subventionen visualisiert haben. 

Wir sind schon gespannt, ob sich der World Summit Award ebenfalls niederschlagen wird. Es ist ein internationaler Preis, der die weltbesten Projekte innovativer Informations- und Kommunikationstechnologie sowie die besten Anwendungen zu e-Content ICT fördert. Offenerhaushalt.at wurde für den World Summit Award nominiert.

 

Freischaltungen pro Bundesland

Die 832 freigeschaltenen Gemeinden machen rund 40 Prozent der gesamten Gemeinden aus. Spitzenreiter ist Oberösterreich, wo knapp 70% aller Gemeinden dabei sind. In Niederösterreich und Salzburg sind es etwa 50%. Schlusslichter sind das Burgenland, die Steiermark, Tirol und Vorarlberg mit jeweils noch unter 20%.

Unser besonderer Dank gilt vor allem den ersten 100 Gemeinden, die sich bereits bis Anfang Dezember 2013, also nur zwei Monate nach Start des Projekts, für mehr Transparenz entschieden hatten.

Freischaltungen nach Wohnbevölkerung

Gemessen an der Anzahl der EinwohnerInnen in den freigeschaltenen Gemeinden, ergibt sich ein sehr erfreuliches Bild: 5,8 Millionen Österreicherinnen und Österreicher leben in einer Gemeinde, deren Finanzdaten auf unserer Plattform transparent gemacht worden sind. Das sind 2/3 der Bevölkerung.

Freischaltungen nach Gemeindegrößen

Insbesondere sehen die großen Städte Österreichs Vorteile ihre Finanzdaten offen zu legen. Hier die Liste der 20 größten Städte Österreichs:

Die kleinste Gemeinde ist übrigens die 86-EinwohnerInnen-Gemeinde Großhofen!

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"Subventions-Checker" der Stadt Salzburg auf Offenerhaushalt.at

Unter der Dachmarke „Salzburg macht auf“ fasst die Stadt Salzburg alle Online-Projekte für Transparenz und digitalen Komfort zusammen. Im Rahmen dieser Initiative wurde nun ein neues Produkt entwickelt und umgesetzt, mit dem alle Subventionen (budgettechnisch präzise: „Transferzahlungen“) übersichtlich dargestellt werden.

Für die Darstellung der Subventionen und Förderungen wurde ein Datensatz mit Daten aus mehreren Jahren zusammengestellt und mittels einer Netzwerkgrafik visualiisert.
 

Offenerhaushalt.at für den World Summit Award nominiert

Der World Summit Award prämiert die besten Anwendungen zu e-Content ICT.  Unterstützt wird die Initiative von Staaten und Organisationen weltweit, so unterstützen beispielsweise auch die UNIDO und die UNESCO den World Summit Award.

Im September fällt die Entscheidung...

Weitere Informationen: www.wsis-award.org

Wolfsberg ist die 800. Gemeinde auf Offenerhaushalt.at

Die Bezirkshauptstadt Wolfsberg in Kärnten ist die 800. Gemeinde of Offenerhaushalt.at

Oberösterreich ist Spitzenreiter mit fast 70% teilnehmenden Gemeinden. Niederösterreich kommt auf fast 50%, Salzburg auf 45%. Nachholbedarf gibt es im Burgenland, in der Steiermark, in Tirol und Vorarlberg.

Bereits 2/3 der Bevölkerung in Österreich lebt in einer Gemeinde, deren Finanzdaten auf offenerhaushalt.at einsehbar sind.

In einer Betrachtung der Größenklassen wird deutlich, dass die großen Gemeinden die Statistik anführen. Über 70% aller Gemeinden über 10.000 EinwohnerInnen sind dabei.

Die österreichischen Gemeindefinanzen bis 2018

Die aktuelle Finanzprognose der österreichischen Städte und Gemeinden wurde vom KDZ bis 2018 erstellt. Die Steuerreform lässt künftig geringere Überschüsse erwarten. Die österreichischen Gemeinden (ohne Wien) werden 2015 einen Überschuss der laufenden Gebarung in Höhe von 1,6 Mrd. Euro schreiben, ein Wert der noch immer 15 Prozent unter dem Jahr 2007 liegt. Aufgrund der Steuerreform wird der Überschuss im Jahr 2016 um rund 120 Mio. Euro sinken. Gegensteuern ist angesagt - Reformen müssen jetzt in die Tat umgesetzt werden

Mehrbelastung Transfers

Den Gemeinden (ohne Wien) wird aus der laufenden Gebarung im Jahr 2015 ein Überschuss von voraussichtlich 1,6 Mrd. Euro verbleiben. Dieser Spielraum für Investitionen und Schuldentilgungen liegt in realen Werten um 15 Prozent unter dem Vor-Krisen-Niveau von 2007. Den Gemeinden bleibt zu wenig in der Kasse, um die steigenden Ausgaben zu begleichen. Die Gemeinden (ohne Wien) erhalten rund 6 Mrd. Euro Ertragsanteile aus dem Bundestopf, 2,3 Mrd. bzw. 38 Prozent fließen gleich wieder über Transfers an die Länder (sowie teilweise Verbände) zurück. Diese Mehrbelastung der Transfers ist zwischen 2007 und 2014 um 750 Mio. Euro gestiegen.

Abb 1: Wirkung der Transfers auf Gemeindeebene - 2013

Gemeindefinanzprognose bis 2018

Die Steuerreform entzieht den Gemeinden jedenfalls 1,8 Prozent der Ertragsanteile, das bedeutet 105  Mio.  Euro weniger Einnahmen. Gleichzeitig nahmen die laufenden Transfers an Träger des öffentlichen Rechts (Krankenanstalten-, Sozialhilfe- und Landesumlage) um 150  Mio.  Euro zu. Der Überschuss der laufenden Gebarung (Einnahmen minus Ausgaben) wird somit 2016 um jedenfalls 120  Mio.  Euro geringer sein. Knapp 10 Prozent werden den Gemeinden 2016 aus der laufenden Gebarung für Investitionen und Schuldentilgungen über bleiben – 2007 waren dies noch 15 Prozent, 2012 fast 13 Prozent. Die Entwicklung zwischen 2007 und 2018 zeigt, dass der Anstieg der Ertragsanteile und der eigenen Steuern primär den Zuwachs bei den Personal-, Verwaltungs- und Betriebsaufwendungen decken. Die Transfers steigen jedoch um ein Vielfaches und werden im Jahr 2018 um 60 Prozent höher sein als 2007. Eine Mehrbelastung, die auf Kosten der Investitionen und des Schuldenabbaus geht.

Best-Case-Szenario: Der Überschuss der laufenden Gebarung bis 2018 wird leicht auf
1,9  Mrd.  Euro steigen, wenn die Gemeinden auf die Ausgabenbremse steigen und diese um 1-Prozent-Punkt weniger wachsen lassen. Gegenüber dem Jahr 2014 zeigt sich ein Plus von 330  Mio.  Euro. In realen Werten würden die Gemeinden auf dem Niveau 2011/2012 liegen, jedoch weiterhin unter den Vor-Krisen-Werten. Die Ertragskraft liegt dann bei 13,3 Prozent.

Worst-Case-Szenario: Der Überschuss der laufenden Gebarung bis 2018 wird auf 1,4  Mrd.  Euro zurückgehen, wenn die Gemeinden die Steuerreform auf geringerer Gegenfinanzierung (z.  B. aus dem Steuerbetrug) in noch größeren Maße mittragen und die Konjunktur schwächer ausfällt. Gegenüber dem Jahr 2014 zeigt sich ein Minus von 190  Mio.  Euro. In realen Werten bedeutet es 40 Prozent unter dem Vor-Krisen-Niveau. Die Ertragskraft liegt dann lediglich bei 9,5 Prozent und liegt in etwa auf der Höhe der Krisenjahre 2009/2010.

Abb 2: Prognose Überschuss lfd. Gebarung (ÖSQ) bis 2018 in 3 Szenarien

Prognose Überschuss lfd. Gebarung (ÖSQ) bis 2018 in 3 Szenarien

„Eine nachhaltige Sicherung der Gemeindefinanzierung erfordert tiefgreifende Reformen – in den Gemeinden selbst wie auch auf gesamtstaatlicher Ebene. Auf der Agenda stehen: Aufgaben- und Strukturreform, Finanzausgleich mit Transfersystem vereinfachen und die kommunalen Abgabenautonomie stärken“, meint Peter Biwald, Geschäftsführer des KDZ – Zentrum für Verwaltungsforschung,

Handlungserfordernisse

  • Aufgabenreform auf allen Ebenen, die gebietskörperschaftsübergreifend wirkt.
  • Synergien durch Strukturreformen auf Gemeindeebene noch stärker zu nutzen.
    # flächendeckende Kooperationen
    # Region Neu bzw. Gebietsgemeinde schaffen
  • Grundlegende Reform des Finanzausgleichs
    # Aufgaben, Ausgaben, Finanzierung in einer Hand – z.  B. Krankenanstalten auf Länderebene und Kinderbetreuung auf Gemeindeebene
    # Aufgabenorientierter Finanzausgleich – z.  B. mit Kinderbetreuung beginnen
    # Transfers vereinfachen durch bundesweit einheitliche Regeln sowie einen einheitlichen Lastenausgleich für zentralörtliche Aufgaben wie auch Ressourcenausgleich für finanzschwache Gemeinden
    # Kommunale Abgabenautonomie ausbauen – z.  B. durch Grundsteuerreform

Quelle: www.kdz.or.at

Spenden für Offenerhaushalt.at sind willkommen.

Spenden Sie jetzt!Über die Crowdfunding-Plattform Respekt.net möchten wir die Weiterentwicklung von Offenerhaushalt.at finanzieren.

Offener Haushalt ist von Beginn an für die Gemeinden völlig kostenlos - und das soll auch so bleiben. Daher rufen wir zu Spenden für unser Projekt auf. Sie haben mehrere Möglichkeiten zu spenden:

  • Im Internet ab 10 Euro mittels Kreditkarte (MASTERCARD, VISA), Online-Banking EPS der Österreichischen Banken und Paypal (kostenloser Respekt.net Useraccount nötig)
  • Per SMS können alle User mit Paybox-Konto (z.B. für Handyparken) von 1 bis 25 Euro spenden: eine SMS mit der Projekt-ID "840" an die Nummer  0800 100 220 88
  • Offline per Erlagschein oder Banküberweisung IBAN: AT603200000111043536, Verwendungszweck "Offener Haushalt", Angabe von Name und E-Mail-Adresse ist nötig.

Details finden Sie auf der Projektseite http://www.respekt.net/de/projekte-unterstuetzen/details/projekt/840/

Vielen Dank für Ihre Unterstützung!

Auszeichnung beim Staatspreises Multimedia und e-Business

Preisverleihung Foto: Matthias Silveri / BMWFWDie Plattform offenerhaushalt.at gewann bei der Preisverleihung des Staatspreises Multimedia und e-Business den Sieg in der Kategorie „e-Health, e-Government, Bürgerservices und Open Data“. Staatssekretär Harald Mahrer überreichte am 5. März 2015 in der Wirtschaftskammer Österreich die Urkunde an das KDZ- Zentrum für Verwaltungsforschung. Insgesamt wurden Gewinner in sechs Kategorien gekürt. Das KDZ - Zentrum für Verwaltungsforschung konnte nach der Anerkennung durch den eAward auch noch beim Staatspreis reüssieren. Den Gesamtsieg und somit den Staatspreis 2015 erhielt das Projekt "opera.live".

Im Bild (v. l. n. r.): Staatssekretär Dr. Harald Mahrer (BMWFW), Rudolf Titl (Interactives), Mag. Bernhard Krabina, Mag. Michaela Bareis, Mag. Anita Haindl (KDZ), Mag. Manuel Köfel, Robert Bodenstein, MBA CMC (WKO)

Transparenz und ein sinnbringender Überblick über die Finanzdaten der öffentlichen Haushalte sind unabdingbar für die Gesellschaft. Ideen zur Weiterentwicklung gibt es noch viele.Derzeit wird über respekt.net Crowdfunding betrieben, um vor allem die neue Gemeindestruktur der Steiermark adaptieren zu können.

 

Video über Offenerhaushalt.at

Über den Staatspreis Multimedia und e-Business 2015

Das Bundesministerium für Wissenschaft, Forschung und Wirtschaft verleiht 2015 zum 16. Mal den „Staatspreis Multimedia und e-Business“, die höchste Auszeichnung für hervorragende Projekte im Bereich Multimedia und e-Business in Österreich. Seit 1997 stellt der Wettbewerb um den Staatspreis den wichtigsten Maßstab der heimischen Digitalwirtschaft und IT-Branche dar. Von einer ausgewählten unabhängigen Expertenjury werden herausragende, innovative und kreative Produktionen mit dem Staats-, Innovations- und Förderpreis ausgezeichnet.

Offenerhaushalt.at gewinnt den eAward 2015!

Die Sieger des Wirtschaftspreises „eAward 2015“ wurden am 28. Jänner im Rahmen einer großen Preisverleihung im T-Center in Wien als besonders wirtschaftliche, kundenfreundliche und innovative IT-Projekte aus Österreich ausgezeichnet. In der Kategorie "Verwaltung und E-Government" hat Offenerhaushalt.at die Auszeichnung erhalten.

Foto: Report-Verlag, Milena KrobathAus der Jurybegründung:

„wichtige Arbeit für mehr Transparenz im öffentlichen Bereich“

„Mehrwert für alle – vom Bürger bis zur Verwaltung“

„Benchmarking gerade bei der finanziellen Situation der öffentlichen Haushalte hilfreich“

Im Bild v.l.n.r:
Christian Rupp, Sprecher der Plattform Digitales Österreich des Bundeskanzleramts
Barbara Novak, IT-Sprecherin und Abgeordnete zum Wiener Landtag,
Bernhard Krabina, KDZ, Projektleiter Offenerhaushalt.at,
Thomas Prorok, stellvertretender KDZ-Geschäftsführer,
Rudolf Titl, Interactives OG, technische Umsetzung Offenerhaushalt.at,
Martin Szelgrad, Report-Verlag
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Foto: Milena Krobath

Hier kann das Präsentationsvideo betrachtet werden >>

Wir freuen uns über die Auszeichnung und bedanken uns insbesondere

  • bei den über 700 Gemeinden, die ihre Finanzdaten bereits freigeschaltet haben,
  • beim gesamten Projektteam und unseren Kooperationspartnern
  • und ganz besonders bei den Partnern, die das Projekt finanziell unterstützt haben: der Bank Austria, dem Österreichischen Städtebund und k5 Kommunalmanagement.

700. Gemeinde online

Es freut uns besonders, eine Gemeinde aus dem Burgenland als 700. Gemeinde begrüßen zu dürfen, die ihre Finanzdaten freigeschaltet hat. Das Burgenland und die Steiermark sind die Schlusslichter: nicht einmal 10 Prozent der Gemeinden haben diesen Schritt getan. Anders bei unseren Spitzenreitern: 2/3 der oberösterreichischen Gemeinden und über 40 Prozent der Gemeinden in Niederösterreich sind online. Insgesamt haben nun knapp 30 Prozent der Gemeinden freigeschaltet.

Als kleines Dankeschön schicken wir der Gemeinde Rohrbach bei Mattersburg eine Ausgabe unseres aktuellen Kontierungsleitfadens.

Über 5 Millionen Österreicherinnen und Österreicher, das sind über 60 Prozent der Bevölkerung, leben in einer Gemeinde, deren Finanzdaten sie auf Offenerhaushalt.at einsehen können: